Die GEW Hochschulgruppe steht für Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

Allgemein formuliert ist eine Gewerkschaft ein freiwilliger Zusammenschluss von Arbeitnehmern mit dem Ziel, die Vergütungs- und sonstigen Arbeitsbedingungen zu verbessern. Sinn und Zweck einer Gewerkschaft ist es also die Interessen der beigetretenen Arbeitnehmer gegenüber dem sozialen Gegenspieler durchzusetzen. Dies geschieht auf kollektivarbeitsrechtlicher Ebene durch Abschluss von Tarifverträgen mit den Arbeitgeberverbänden oder dem einzelnen Arbeitgeber. Eine Gewerkschaft verfügt im Gegensatz zum einzelnen Arbeitnehmer über eine gewisse soziale Mächtigkeit, so dass die Mitgliedschaft eines Arbeitnehmers in einer Gewerkschaft für den Arbeitnehmer erhebliche Vorteile mit sich bringen kann.

Der Organisationsbereich der GEW umfasst Beschäftigte aus dem Bildungsbereich. Dazu gehören vor allem Beschäftigte in pädagogischen und sozialpädagogischen Berufen, Angehörige von Hochschulen und Beschäftigte in privaten Bildungseinrichtungen. Besonders hervorzuheben ist, dass auch Studierende gemäß § 6 Nr. 3 der Satzung in den Organisationsbereich der GEW Hochschulgruppe fallen. In örtlicher Hinsicht gliedert sich die GEW in Landesverbände.

Gerade im Zuge der immer wiederkehrenden Diskussion über die deutsche Bildungspolitik lohnt sich ein Besuch auf der Homepage der GEW. Die GEW bietet umfangreiche und gut aufbereitete Informationen zu den aktuellen bildungspolitischen Themen.

Abstraktes Ziel der GEW ist eine Verbesserung der Bildungspolitik. Im schulischen Bereich wird ein auf Chancengleichheit basierendes Schulwesen angestrebt. Im Bereich der beruflichen Bildung möchte man eine Verbesserung der Lehrstellensituation erreichen. Im Bereich der Wissenschaft fordert die GEW Hochschulgruppe eine umfassende Reform von Hochschulen und Forschung.

Die GEW ist daher mittendrin im Streit um die Bildungspolitik. Die GEW unterstützt dabei – wie oben angedeutet – auch die Interessen der Studentinnen und Studenten und möchte dabei sowohl die wissenschaftliche Berufsausbildung als auch die Berufsaussichten verbessern. Um Kontakt zu den Hochschulen zu halten existieren an verschiedenen Universitäten Hochschulgruppen der GEW. Diese fungieren als Bindeglied zwischen den Studenten und der GEW. Bislang haben sich diese Hochschulgruppen erfolgreich in die aktuellen hochschulpolitischen Debatten eingebracht.

Die GEW unterstützt die europaweiten Bildungsproteste von Studierenden, Schülerinnen und Schülern. Die GEW einschließlich der einzelnen Hochschulgruppen fordern vehement eine bessere Finanzierung der Bildungseinrichtungen, mehr Chancengleichheit in der Bildung, einen Kurswechsel im Bologna-Prozess und bessere Studien- und Arbeitsbedingungen. Um dies zu gewährleisten hat die GEW mit verschiedenen Bildungsgewerkschaften aus neunzehn Ländern einen Aufruf unterzeichnet.